Unterstützung für Lettre

in

Sie können auch durch finanzielle Unterstützung zur laufenden Arbeit und zur Erhaltung und Entwicklung der Zeitschrift als unabhängiger Publikation beitragen:

  • durch eine einmalige ungebundene finanzielle Zuwendung
  • durch die Übernahme der Autoren- oder Übersetzungsrechnungen einer kompletten Ausgabe
  • durch die Übernahme des Übersetzungs- oder des Autorenhonorars einzelner Texte
  • durch die Übernahme der Druckkosten einer Ausgabe
  • durch kleinere oder größere regelmäßige Spenden
  • durch die Berücksichtigung in einem testamentarischen Vermächtnis

Wer der Zeitschrift mehr als 1.000,- Euro zukommen läßt, wird auf dieser Homepage auf Wunsch genannt. Die wunschgemäße Verwendung kann nachgewiesen werden. Spenden sind zur Zeit steuerlich nicht abzugsfähig.

Jede finanzielle Unterstützung hilft und trägt zur Arbeit von Lettre International bei. Wir freuen uns über jeden Betrag und schicken Ihnen zu den Unterstützungsmöglichkeiten gerne nähere Informationen.

Hintergrund
Die wirtschaftliche Reproduktion anspruchsvoller unabhängiger Publikationen gehört zu den am schwierigsten zu bewerkstelligenden Herausforderungen  im Kunst- und Kulturbereich überhaupt. Im Unterschied zu Oper und Theater, Ballett und Bildender Kunst, Museen und Ausstellungshallen, Musik und Literatur, die über Infrastrukturfinanzierung sowie Projektförderung zumeist umfangreiche öffentliche Subventionierung erfahren, gibt es in Deutschland keinerlei systematische Förderung zur Unterstützung von Zeitschriften, anders als etwa in Frankreich oder Spanien.

Im Land der Dichter und Denker ist es ausgerechnet die Zirkulation von Ideen, Analysen, Beschreibungen und Reflexionen, für die im Unterschied zu fast allen anderen Formen der Kunst und Kultur keine systematische Förderung der notwendigen Infrastruktur vorgesehen ist. Die wenigen Möglichkeiten, die es gibt, um eine Unterstützung aus öffentlichen Mitteln zu erhalten, zeichnen sich durch weitgehende Intransparenz hinsichtlich vorhandener Mittel, Vergabekriterien, Jurybesetzung und Entscheidungsprozesse aus.

Hinzu kommt: Im Unterschied zu Buchverlagen, die finanzielle Unterstützung für Übersetzungen beantragen können, sind Zeitschriften fast ausnahmslos und a priori von dieser Art der Förderung ausgeschlossen. Zudem akkumulieren Zeitschriftenverlage so gut wie keine Rechte. Gemäß deutschem Urhebergesetz fallen Rechte an Texten wie auch an Übersetzungen nach einem Jahr an Autoren oder Übersetzer zurück. Jene Mischkalkulation, die eine Finanzierung aktueller Buchprojekte durch den Verkauf von Titeln aus der Backlist früherer Produktionen mit ermöglicht, kann bei Zeitschriftenverlagen demnach keine große Rolle spielen.

Die Etats der Bibliotheken für Abonnements neuer Zeitschriften sind durch Sparauflagen der öffentlichen Haushalte weitgehend ausgetrocknet.

Öffentlichkeitswirksame oder gar gut dotierte Preise und Auszeichnungen für Zeitschriften gibt es in Deutschland – im Unterschied etwa zu den USA – ebenfalls so gut wie nicht.

Zusätzlich problematisch wird das Überleben dadurch, daß immer wieder offen oder versteckt, direkt und mittelbar staatlich bzw. öffentlich subventionierte Zeitschriften als Wettbewerber auftreten und den unabhängigen Publikationen Abonnenten und Marktanteile im Anzeigenbereich streitig machen. (Sie können mit niedrigeren Copypreisen operieren, höhere Honorare an Autoren und Übersetzer zahlen usw., da ein Großteil ihrer Infrastruktur-, Produktions- und Personalkosten mittels Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln beglichen wird.)

Die ökonomische Erhaltung anspruchsvoller Zeitschriften ist also äußerst schwierig. Die vielen Titel, die ihr Erscheinen in den letzten Jahren einstellen mussten – Transatlantik, Literaturmagazin, Freibeuter, Kursbuch um nur einige zu nennen – zeugen von diesen finanziellen Komplikationen. Ein begrenzter Markt und ein vor dem Hintergrund kleinerer Auflagen beschränktes Anzeigenaufkommen erfordern eine unablässige Überlebensakrobatik.

No Javascript
</