"Hongkong ist eine Metropole mit unerbittlichem Rhythmus und unaufhörlichen Informationsströmen, wo viele Menschen sich emotional hin- und hergerissen und als körperlich betäubt empfinden. Durch Malen, Collage, Video und Zeichnen versuche ich, subtile Formen von Entfremdung, Widerstand und Fluchtphantasien sichtbar zu machen. Der stete Turnus des Alltagslebens, die Informationsüberflutung und die sozialen Gegensätze bewirken eine gewisse Entfremdung zwischen dem Selbst und dem gesellschaftlichen Geschehen. Meine künstlerische Praxis entfaltet sich innerhalb dieser spannungsvollen Distanz. Sie ist zugleich ein widerständiger Akt und eine Form der Anpassung; sie ist eine Art, die Wirklichkeit zu beobachten aber auch, diese mit eigenen sinnlichen Wahrnehmungen in Beziehung zu setzen. Mich interessiert, wie Individuen angesichts der Strukturmuster des städtischen Lebens empfinden, imaginieren, träumen. Meine Arbeiten benutzen Beobachtungsfragmente als kleine Katalysatoren für das Verstehen von Gefühlen und sozialen Realitäten. Mein schöpferischer Prozeß oszilliert zwischen Dokumentarischem und Fiktion."